Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule: Ursachen, Symptome, Behandlung

Was du zu deinem Rücken wissen solltest
Zuletzt aktualisiert: 11.04.2026
Andreas Bucher
Physiotherapeut & sektoraler Heilpraktiker,
Gründer der LANDphysio
Rückenschmerzen im unteren Rücken zählen zu den häufigsten Beschwerden unserer modernen Gesellschaft. Die Ursachen sind vielfältig. Sie können plötzlich auftreten oder werden schleichend stärker. Oft sind Rückenschmerzen im unteren Rücken auf verschiedene Faktoren (körperlich, psychisch und sozial) zurückzuführen.
Doch eines ist klar: In den meisten Fällen steckt keine gefährliche Erkrankung dahinter, sondern es besteht eine gute Chance auf Besserung.
In diesem Artikel gehen wir detailliert auf die verschiedenen Aspekte von Rückenschmerzen ein und du lernst, die Ursachen und die Behandlung von LWS-Schmerzen zu verstehen.
Mann hält sich mit beiden Händen den schmerzenden unteren Rücken, rot hervorgehoben.
Definition

Was genau versteht man unter Rückenschmerzen im unteren Rücken (LWS-Schmerz)?

Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule ist ein weit gefasster Begriff. Im Bereich der Lendenwirbelsäule können viele Diagnosen bzw. Erkrankungen zusammenlaufen. Rückenschmerzen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
Die erste Gruppe sind die spezifischen Rückenschmerzen. Darunter fallen Rückenschmerzen aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung: Arthrose, Osteoporose, Sarkopenie, Tumor-Erkrankung, Infekten, Morbus Bechterew, Spinalkanalstenose oder das Cauda Equina Syndrom.
Weiterhin können Rückenschmerzen in dieser Kategorie auch durch die Schädigung von Strukturen entstehen: Wirbelbrüche, Gleitwirbel, Bandscheibenvorfälle oder Ähnliches.
Die zweite Gruppeneinteilung sind die unspezifischen Rückenschmerzen. Derartige Schmerzen sind nicht durch eine bestimmte oder krankhafte Ursache hervorgerufen, sondern entstehen durch die Kombination von verschiedenen Einflussfaktoren.
der Rückenschmerzen sind unspezifisch.
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Fortführend: unspezifische Rückenschmerzen
Aufgrund der Häufigkeit konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf unspezifische Rückenschmerzen. In unserem Schmerz- und Gesundheitsblog finden sich weitere Artikel zu spezifischen Rückenschmerzen (Kategorien werden laufend erweitert!).
Ursachen

Warum tut der untere Rücken überhaupt weh?

Die Ursachen von unspezifischen Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule sind meist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren. Welche Einflussfaktoren gibt es?
  • Biologisch: Kraft, Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Genetik, betroffener Körperteil, Schlaf usw.
  • Psychisch: Glaubenssätze, Verhalten, Stimmung, Bewältigungsart, Stressfaktoren, Selbstvertrauen, Ängste, Erwartungen, Motivation usw.
  • Sozial: familiäre Umstände, Freundeskreis, Arbeitsumstände, kulturelle Ausprägung, Ausbildungsstand, sozialer Status, sozialer Rückhalt usw.
Rückenschmerzen sind wie ein bunter Blumenstrauß aus diesen Einflussfaktoren. Der Blumenstrauß sieht von Mensch zu Mensch anders aus.
Für dich bedeutet das: Schmerz ist ein Warnsignal deines Körpers - keine Strafe. Er zeigt dir, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
In der ersten Behandlung in der Physiotherapie ermitteln wir gemeinsam mit dir, welche Einflussfaktoren bei deinen Schmerzen eine Rolle spielen. Daraufhin können wir gezielt an der Schmerzlinderung arbeiten.
Für Betroffene aus dem Allgäu

Du hast Rückenschmerzen und willst

endlich raus aus dem Teufelskreis?

Dann lass uns gemeinsam herausfinden, was dein Rücken wirklich braucht.
Ein schmaler Pfad schlängelt sich über sanfte Hügel, die in der Ferne in einer Bergkette verschwinden.
Symptome

Wie fühlen sich typische Rückenschmerzen an?

Klar, es tut weh. Du solltest jedoch ein paar weitere mögliche Symptome im Blick behalten, die ebenfalls mit deinen Rückenschmerzen in Verbindung stehen können:
  • ein eingeschränkte Beweglichkeit
  • Muskelverspannungen
  • Abgeschlagenheit oder Müdigkeit
  • oder Ähnliches
Jeder Mensch ist individuell – und so äußert sich der Schmerz bei jedem etwas anders. Deshalb lohnt es sich, seinem Körper genauestens zuzuhören.
Dauer

Wie lange halten LWS-Schmerzen an?

der Rückenschmerzen bessern sich innerhalb von 6 Wochen von ganz allein!
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Manche Beschwerden bleiben länger bestehen oder kommen wieder.
Wichtig zu wissen: Je länger der Schmerz anhält, desto weniger wahrscheinlich ist eine strukturelle Schädigung. Es geht dann also weniger um "kaputte Strukturen" – sondern mehr darum, wie dein Körper auf bestimmte Reize in deinem Alltag reagiert.
Dein Körper muss wieder lernen, die alltäglichen Dinge nicht mehr als Gefahr einzuschätzen und den Schmerz abzuschalten.
Behandlung

Was hilft wirklich bei Schmerzen im unteren Rücken (LWS)?

Vergiss kurzfristige Lösungen wie Schmerzmittel oder passive Behandlungen. Die wirksamste und nachhaltigste Therapie ist Bewegung – vor allem gezieltes Krafttraining! Dazu wird eine ausführliche Aufklärung empfohlen (wozu auch dieser Artikel gehört). Wie ist unsere Herangehensweise in der LANDphysio?
1
Ausführliche Untersuchung
2
Aufklärung zur Ursache der Schmerzen
3
Zielsetzung für den optimalen Therapieplan
4
Erstellung des optimalen Therapieplans
5
Mit Übungen in die Aktivität führen
6
Hilfestellungen geben zum Umgang mit Schmerzen
7
Ergänzend passive Maßnahmen durchführen
Wir nehmen dich an die Hand - Schritt für Schritt. Damit du deinen Alltag wieder aktiv und ohne Angst vor Schmerzen genießen kannst. Deshalb ist der Austausch mit dir zu deinen Erfahrungen während der Behandlung enorm wichtig.
Was hast du im Alltag gemacht und wie hat der Rücken darauf reagiert? Hat es mehr wehgetan? Deine Erfahrungen spielen eine wesentliche Rolle für die weitere Behandlung und sollten daher nicht unterschätzt werden.
Was nicht hilft - oder nur kurzfristig:
Massage, manuelle Therapie – das lindert nur vorübergehend, behebt aber nicht die Ursache. Unser Ansatz: Hilfe zur Selbsthilfe. Damit wirst du unabhängig und stärkst deinen Rücken aus eigener Kraft. Wir setzen Massage oder manuelle Therapie nur ein, wenn aufgrund extrem starker Schmerzen keinerlei Bewegung möglich ist. In diesem Fall sollen sie als "Türöffner" die Bewegung ermöglichen.
Medikamente
Halte Rücksprache mit deinem Arzt und nimm Medikamente nur im Notfall zu dir. Im Sinne von: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Übermäßiger Medikamentenkonsum ruft andere Nebenwirkungen hervor und verzerrt die Behandlung und Trainingstherapie, da Schmerzen vorher blockiert werden. Das Feedback deines Körpers zu unseren Maßnahmen wird ausgeschaltet, wenn zuvor Medikamente genommen werden.
Mythen

Fünf Lügen, die dir heute über Rückenschmerzen immer noch erzählt werden

Bei Rückenschmerzen halten sich gewisse Mythen auch nach Jahrzehnten noch immer hartnäckig und wir möchten dir diese kurz erläutern sowie Hintergründe und Fakten aufzeigen. So tappst du in keine Falle mehr und bist bestens gewappnet für die optimale Schmerzlinderung.
Wer Rückenschmerzen hat, sollte sich schonen.
Wer Rückenschmerzen hat, sollte aktiv bleiben und Schonung vermeiden.
Was man im Röntgen/MRT sieht, ist der Grund für Rückenschmerzen
Veränderungen im Röntgen/MRT sind auch bei völlig gesunden Menschen zu finden. Sie können also nicht der alleinige Grund sein.
Wer Rückenschmerzen hat, sollte für einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen.
Wer Rückenschmerzen hat, sollte nur kurzfristig entzündungshemmende Medikamente zu sich nehmen.
Rückenschmerzen sind oft gefährlich.
Rückenschmerzen kommen zwar häufig vor, sind aber nur selten gefährlich. Die Prognose sieht meist sehr gut aus.
Operationen, Spritzen, Ultraschall, Infrarot oder Elektrotherapie sind gute Therapiemöglichkeiten.
Die Empfehlung sind kraftigende Übungen sowie Aufklärung zur Situation für einen schmerzfreien Alltag.
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So linderst du deine Rückenschmerzen nachhaltig

LANDphysio Rücken-Report auf Tablet und Smartphone: Mann erklärt Wirbelsäulenmodell.
Rückenschmerzen besser verstehen
5 Fehler in der Behandlung von Rückenschmerzen und wie du sie umgehst
11 Mythen über Rückenschmerzen, die selbst von Ärzten ignoriert werden!
BONUS: Selbst-Test, um das Risiko für chronische Rückenschmerzen zu ermitteln
Für Personen mit akuten oder sehr hartnäckigen Rückenschmerzen, die ihre Schmerzen besser in den Griff bekommen wollen und sich eine Leitlinie wünschen, die Schmerzlinderung auch erreichen zu können.

Unsicher, ob das Gesundheitstraining eine sofortige Lösung für deine Rückenschmerzen ist?

Kein Problem! Wir wissen, dass jeder Mensch einzigartig ist. Lass uns gemeinsam deine aktuelle Situation ansehen und die besten Lösungen für dich finden. In unserer Gesundheitsberatung bekommst du die nötige Klarheit und einen klaren Plan, damit du deine Ziele auch wirklich erreichst.
Ein Mann macht Kniebeugen mit einer Kettlebell, während eine Frau ihn im Fitnessstudio anleitet.
Wissenswert

10 Fakten, die du über Training bei

Rückenschmerzen wissen solltest

1. Training und Bewegung sind die zentrale Komponente für Schmerzlinderung.
Wenn du darauf verzichten möchtest, steigt die Gefahr um ein Vielfaches, dass deine Rückenschmerzen chronisch werden können und du wirst anfällig für weitere Rückenschmerzen.
2. Training ist individuell je nach Vorliebe und Reaktion des Körpers.
Es wird Übungen geben, die dir mehr Spaß machen als andere. Und es wird Übungen geben, die dir besser bekommen als andere. Sieh das ganze als Prozess, der immer wieder angepasst werden kann. Wir finden gemeinsam mit unseren Patient*innen die passenden Übungen und optimieren diese immer wieder , sodass ein gutes Gefühl bei der Durchführung entsteht und der Rücken diese Übungen aushalten kann.
3. Bettruhe möglichst vermeiden.
Bitte, bitte, bitte.. bleib aktiv! Gerade WEGEN deiner Schmerzen ist es wichtig, deine Belastbarkeit wieder zu steigern. Ja, mal sich einen Tag wegen starker Schmerzen hinzulegen, ist in Ordnung. Allerdings solltest du so schnell wie möglich in die Aktivität kommen, um deine Schmerzen zu lindern.
4. Moderat und nicht übertreiben.
Manche Patient*innen geraten in einen richtigen Aktivitäts- und Sport-Wahnsinn. Du solltest immer auf deinen Körper hören, wie er auf die Trainingsreize reagiert. Daraufhin wird das Training angepasst und weiterentwickeln.
5. Schmerz bei oder nach Training gehört dazu und ist nicht gefährlich.
Wenn du beim Training oder nach dem Training Schmerzen hast, dann ist das grundsätzlich nichts Schlimmes. Dein Rücken ist sensibel im Bezug auf Belastung und Aktivität. Das ist eine normale Schutzreaktion. Anhand der Schmerzampel kannst du für dich einordnen, ob das Training noch in Ordnung für deinen Rücken gewesen ist.
Bis Schmerzskala 5 von 10 nach dem Training oder einen Tag später, war das Training akzeptabel für dich. Liegt dein Schmerzempfinden höher als 5, sollte die Intensität des Trainings etwas reduzieren werden und erst später wieder steigen.
Zusätzlich kannst du die Entwicklung über mehrere Tage beobachten. Wichtig ist, dass sich die Schmerzen NICHT über mehrere Tage weiter verschlimmern.
6. Training und Wissen über Rückenschmerzen sind die einzigen Maßnahmen, die dauerhaft helfen und vorbeugen
Wissen vor Handeln ist einer unserer bekanntesten Redewendungen. Indem du diese Inhalte verinnerlichst, bist du schon auf dem richtigen Weg der Schmerzlinderung. Jetzt heißt es weiter aktiv bleiben und deine Belastbarkeit steigern.
7. Bewegung mit Selbstvertrauen und ohne Angst ist wichtig.
Du kannst sicher sein, dass Übungen stets in weiser Voraussicht ausgewählt werden. Sollte eine Übung trotzdem mal stärkeren Schmerz verursachen, ist das nicht schlimm. Die Übung passt dann momentan nicht zu dir und sollte später nochmal ausprobiert werden. Traue deinem Körper also die Übungen zu, denn sie sind sehr zuträglich für dein Wohlbefinden und deine Gesundheit.
training

EGYM Krafttraining

Smartes Training für dein Ziel
Ein Mann trainiert an einem Fitnessgerät, während eine Physiotherapeutin Anweisungen gibt.
Maximal sicher für jedes Training.
Automatische Anpassung an die eigene Leistungsfähigkeit.
Korrekte Ausführung durch Live-Feedback.

Flexx

Beweglichkeit für den ganzen Körper
Ein Mann macht eine Dehnübung auf einem Fle-xx-Gerät, während ein Trainer ihn anleitet.
Schmerzlinderung durch Ausgleich von einseitigen Bewegungen.
Reduktion von Stress und Muskelspannung.
Verbesserung der vollen Funktion von Gelenken.
8. Die beste Übung ist die, die man auch tatsächlich macht.
Du kannst den tollsten Trainingstherapieplan erhalten mit den nachweislich besten Übungen. Wenn du sie nicht durchführst, weil sie dir keinen Spaß machen oder Ähnliches: Dann ist es ein schlechter Trainingstherapieplan. Gib immer dein persönliches Feedback zu Übungen, wie sie sich anfühlen und ob sie dir Spaß machen. Denn das zählt am Ende - das Umsetzen!
9. Es gibt nur gute Übungen (aber angepasst auf die Situation).
Wie schon erwähnt, können manche Übungen momentan nicht so gut zu dir passen. Das heißt nicht gleich, dass die Übungen schlecht sind. Es gibt keine schlechten Übungen in der Welt der Schmerzen. Was wirklich Schlecht ist: gar nichts tun, sich schonen, nur Medikamente nehmen und auf Massage beruhen. Denn das hilft dir immer nur für ein paar Stunden.
10. Regelmäßigkeit ist ein Muss.
Bleib dran! Es macht keinen Sinn, mal die Übungen zu machen und dann wieder 1-2 Wochen lang Pause zu machen. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Punkt für deine Gesundheit. 2x pro Woche Krafttraining und 150min moderate Bewegung pro Woche empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Auch wenn du schmerzfrei sein solltest, du musst weiter machen - für deine Gesundheit!
11. Bonus: Wenn Muskeltraining eine Pille wäre, würde sie jeder nehmen!
Es gibt kein einziges Medikament, welches so viele Vorteile wie Bewegung und Muskeltraining hat. Der Griff zur Pille ist natürlich immer einfach und schnell, doch wie viele Pillen willst du nehmen? Und die Nebenwirkungen? Ob das so gut ist? Muskeltraining hat dagegen nur eine wirkliche Nebenwirkung: Du fühlst dich danach etwas schlapp und bekommst ein bisschen Muskelkater. Doch deine gesamte Gesundheit wird sich um ein Vielfaches verbessern, wenn du aktiv im Leben bist.
Zusammenfassung

Dein Rücken braucht Bewegung. Kein Schonen.

Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule sind zwar unangenehm, aber in den allermeisten Fällen harmlos – und vor allem behandelbar. Die entscheidende Erkenntnis: Nicht Ruhe, sondern gezielte Aktivität ist der Schlüssel zur Besserung.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz, bestehend aus einer physiotherapeutischer Analyse, individueller Trainingstherapie und fundierter Aufklärung, unterstützen wir dich dabei, den Schmerz an der Wurzel zu packen.
Warte nicht länger ab. Werde aktiv. Für deinen Rücken. Für dein Leben ohne ständige Beschwerden.

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Quellenangaben

Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Nicht-spezifischer Kreuzschmerz
Belegt im Artikel: Die Unterscheidung zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen sowie die primäre Empfehlung zur Aufklärung und Aufrechterhaltung der körperlichen Aktivität. Referenz & Link: Bundesärztekammer (BÄK), KBV, AWMF (2017). Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz. https://www.leitlinien.de/themen/kreuzschmerz
Lin et al. (2020): What does best practice care for musculoskeletal pain look like?
Belegt im Artikel: Elf übereinstimmende Empfehlungen hochqualitativer Leitlinien weltweit, die belegen, dass patientenzentrierte Aufklärung und Bewegungstherapie an erster Stelle stehen. Referenz & Link: Lin, I., et al. (2020). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31566415/
Hartvigsen et al. (2018): What low back pain is and why we need to pay attention. Belegt im Artikel: Die Tatsache, dass Rückenschmerzen meist auf ein Zusammenspiel von physischen, psychischen und sozialen Faktoren zurückzuführen sind und Schonung kontraproduktiv ist. Referenz & Link: Hartvigsen, J., et al. (2018). The Lancet. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29573870/
Brinjikji et al. (2015): Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations.
Belegt im Artikel: Den Mythos, dass MRT-Bilder die Schmerzursache zeigen. "Verschleiß" ist auch bei völlig gesunden Menschen normal. Referenz & Link: Brinjikji, W., et al. (2015). American Journal of Neuroradiology. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25430861/
O'Sullivan et al. (2020): Back to basics: 10 facts every person should know about back pain.
Belegt im Artikel: Die "10 Fakten"-Sektion, speziell dass der Rücken stark ist, Schmerz oft kein Indikator für Gewebeschäden ist und Ängste den Schmerz verstärken. Referenz & Link: O'Sullivan, P. B., et al. (2020). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31892534/
Hayden et al. (2021): Exercise therapy for chronic low back pain.
Belegt im Artikel: Den höchsten Evidenzgrad, dass Bewegungstherapie und gezieltes Training die effektivsten Methoden zur langfristigen Schmerzlinderung sind. Referenz & Link: Hayden, J. A., et al. (2021). Cochrane Database of Systematic Reviews. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34580864/
Owen et al. (2020): Which specific modes of exercise training are most effective for treating low back pain?
Belegt im Artikel: Krafttraining und Rumpfstabilisierung sind hochwirksam. Die beste Übung ist jedoch immer die, die der Patient langfristig durchführt. Referenz & Link: Owen, P. J., et al. (2020). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31666220/
Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2020): Guidelines on physical activity and sedentary behaviour.
Belegt im Artikel: Die Empfehlung für 150 Minuten moderater Bewegung und mindestens 2-mal wöchentlichem Krafttraining. Referenz & Link: World Health Organization (2020). https://www.who.int/publications/i/item/9789240015128
Smith et al. (2017): Should exercises be painful in the management of chronic musculoskeletal pain?
Belegt im Artikel: Den Fakt, dass leichter Schmerz während oder nach dem Training (bis ca. 5 von 10) völlig in Ordnung ist und die Heilung fördern kann. Referenz & Link: Smith, B. E., et al. (2017). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28596288/
Louw et al. (2016): The clinical application of teaching people about pain.
Belegt im Artikel: Wie wichtig Aufklärung ist. Wenn Patienten verstehen, dass Schmerz ein Alarmsystem und keine Gewebeschädigung ist, sinken Schmerzintensität und Bewegungsangst. Referenz & Link: Louw, A., et al. (2016). Physiotherapy Theory and Practice. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27351903/
Vlaeyen et al. (2016): The fear-avoidance model of pain.
Belegt im Artikel: Warum Angst vor Bewegung ("Fear-Avoidance") und das Schonen des Rückens den Teufelskreis des Schmerzes anheizen. Referenz & Link: Vlaeyen, J. W., et al. (2016). Pain. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27331500/
Chou et al. (2017): Nonpharmacologic Therapies for Low Back Pain.
Belegt im Artikel: Dass aktive Bewegung immer passiven Maßnahmen vorgezogen werden sollte und Letztere nur unterstützend wirken. Referenz & Link: Chou, R., et al. (2017). Annals of Internal Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28192789/
Machado et al. (2017): Non-steroidal anti-inflammatory drugs for spinal pain.
Belegt im Artikel: Den Hinweis, dass Medikamente (wie Ibuprofen/NSAR) nur minimale kurzfristige Effekte haben und wegen Nebenwirkungen nur im Notfall genutzt werden sollten. Referenz & Link: Machado, G. C., et al. (2017). Annals of the Rheumatic Diseases. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28153850/
Rubinstein et al. (2019): Benefits and harms of spinal manipulative therapy for the treatment of chronic low back pain.
Belegt im Artikel: Dass manuelle Therapie/Massage die Ursache nicht behebt, sondern lediglich kurzfristig als "Türöffner" für nachfolgende Bewegungstherapien eingesetzt werden sollte. Referenz & Link: Rubinstein, S. M., et al. (2019). BMJ. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30867144/