1. Raja et al. (2020): The revised International Association for the Study of Pain definition of pain. (Pain)
Belegt im Artikel: Die offizielle, im Artikel zitierte Definition der IASP, die Schmerz klar als Sinnes- UND Gefühlserlebnis definiert, das auch ohne tatsächliche Gewebeschädigung (nur als Warnsignal) auftreten kann. Referenz & Link: Raja, S. N., et al. (2020). Pain.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32694387/2. Moseley (2007): Reconceptualising pain according to modern pain science. (Physical Therapy Reviews)
Belegt im Artikel: Das Konzept, dass Schmerz wie ein "Alarmsystem" funktioniert, das den Körper schützt und dessen Intensität massiv davon abhängt, wie gefährlich das Gehirn eine Situation einschätzt (wie beim Gefängnis-Wachturm). Referenz & Link: Moseley, G. L. (2007). Physical Therapy Reviews.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17869676/3. Fisher et al. (1995): Minerva. (BMJ - British Medical Journal)
Belegt im Artikel: Die reale Grundlage für die im Text erzählte Geschichte des Bauarbeiters mit dem Nagel im Schuh. Dieser medizinische Fallbericht ging in die Geschichte der Schmerzforschung ein und beweist, dass visuelle Reize (der Anblick des Nagels) extremste Schmerzen auslösen können, ohne dass eine Gewebeschädigung vorliegt. Referenz & Link: JP Fisher. (1995). BMJ (Minerva); 310:70. (Anmerkung: Da historische BMJ-Kurzberichte schwer einzeln zu verlinken sind, wird dieses Phänomen ergänzend durch Quelle 4 wissenschaftlich erklärt).
4. Tracey (2010): Getting the pain you expect: mechanisms of placebo, nocebo and reappraisal effects in humans. (Nature Medicine)
Belegt im Artikel: Die neurologische Erklärung der Bauarbeiter-Geschichte: Wie Erwartungshaltung, Angst und visuelle "Gefahrensignale" die Schmerzzentren im Gehirn maximal feuern lassen (Nocebo-Effekt). Referenz & Link: Tracey, I. (2010). Nature Medicine.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20880252/5. Gatchel et al. (2007): The biopsychosocial approach to chronic pain: scientific advances and future directions. (Psychological Bulletin)
Belegt im Artikel: Dass Schmerz immer ein Zusammenspiel aus biologischen (Alter, Genetik), psychologischen (Ängste, Stimmung) und sozialen Faktoren (Arbeit, Familie) ist. Referenz & Link: Gatchel, R. J., et al. (2007). Psychological Bulletin.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17697464/6. Woolf (2011): Central sensitization: implications for the diagnosis and treatment of pain. (Pain)
Belegt im Artikel: Die im Artikel beschriebene "Herabsetzung der Schmerzschwelle" (Zentrale Sensibilisierung), durch die Patienten schneller und stärker Schmerzen empfinden, selbst wenn nur ein minimaler Reiz vorliegt. Referenz & Link: Woolf, C. J. (2011). Pain.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20961685/7. Hodges (2011): Pain and motor control: From the laboratory to rehabilitation. (Journal of Electromyography and Kinesiology)
Belegt im Artikel: Warum der Körper bei Schmerzen völlig automatisch mit erhöhter Muskelspannung und einer Reduzierung der abrufbaren Kraft reagiert, um den betroffenen Bereich (wie einen Panzer) zu schützen. Referenz & Link: Hodges, P. W. (2011). Journal of Electromyography and Kinesiology.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21805277/8. Moriarty et al. (2011): The effect of pain on cognitive function: a review of clinical and preclinical research. (Progress in Neurobiology)
Belegt im Artikel: Die Tatsache, dass Schmerz als "Überlebensmechanismus" das Gehirn so stark beansprucht, dass die allgemeine Aufmerksamkeit, Konzentration und Aufmerksamkeitsspanne stark abfallen. Referenz & Link: Moriarty, O., et al. (2011). Progress in Neurobiology.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21450285/9. Finan et al. (2013): The sleep-pain nexus: effects of sleep deficit on pain. (The Journal of Pain)
Belegt im Artikel: Den beschriebenen Teufelskreis aus Schlaf und Schmerz. Die Studie zeigt, dass schlechter Schlaf die Schmerzverarbeitung im Gehirn verschlechtert und Schmerzen wiederum den Schlaf stören. Referenz & Link: Finan, P. H., et al. (2013). The Journal of Pain.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24229735/10. Quartana et al. (2009): Pain catastrophizing: a critical review. (Expert Review of Neurotherapeutics)
Belegt im Artikel: Wie sehr die eigene Einstellung den Schmerz beeinflusst. Wer Schmerz als übermächtigen Feind sieht (Katastrophisieren), feuert das Alarmsystem des Körpers weiter an und verstärkt die Schmerzen massiv. Referenz & Link: Quartana, P. J., et al. (2009). Expert Review of Neurotherapeutics.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19712129/11. Okifuji & Hare (2015): The association between chronic pain and obesity. (Journal of Pain Research)
Belegt im Artikel: Dass Fettgewebe (besonders Viszeralfett) nicht nur mechanisches Zusatzgewicht ist, sondern wie eine endokrine Drüse fungiert, die permanent Entzündungsstoffe ausschüttet, was den gesamten Körper schmerzanfälliger macht. Referenz & Link: Okifuji, A., & Hare, B. D. (2015). Journal of Pain Research.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26190965/12. Seaman (2002): The diet-induced proinflammatory state: a cause of chronic pain and other degenerative diseases? (Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics)
Belegt im Artikel: Die Wichtigkeit der Ernährung. Ein ständiger Kalorienüberschuss und ungesunde Lebensmittel fördern einen systemischen, entzündlichen Zustand im Körper, der chronische Schmerzen auslösen und aufrechterhalten kann. Referenz & Link: Seaman, D. R. (2002). Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11993296/