Impingement-Syndrom: Schluss mit Schulterschmerzen

Ursachen, Symptome, Behandlung
Zuletzt aktualisiert: 10.04.2026
Andreas Bucher
Physiotherapeut & sektoraler Heilpraktiker,
Gründer der LANDphysio
Schulterschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Alltag. Häufig folgt die Diagnose "Impingement-Syndrom". Doch was steckt wirklich dahinter? Und vor allem: Was ist eine echte Hilfe, wenn so gut wie jede Bewegung weh tut?
In diesem Artikel erfährst du, wie effektive Lösungen beim Impingement-Syndrom aussehen und warum der Weg zur Beschwerdefreiheit ganz anders aussieht, als du vielleicht denkst.
Frau hält sich schmerzende Schulter, rot hervorgehobener Schmerzbereich.
Definition

Was ist das Impingement-Syndrom?

Unter dem Impingement-Syndrom wird eine Einengung im Schultergelenk verstanden. Diese führt dazu, dass Schleimbeutel oder Sehnen gereizt oder "gequetscht" werden. Infolge dieser Reizung kommt es zu einer Schädigung der Sehnen im Schultergelenk - die sogenannte Rotatorenmanschette.
Das Schultergelenk besteht aus zwei Knochen - dem Oberarmknochen und dem Schulterblatt. Am Schulterblatt findet sich ein Vorsprung, welcher auch Schulterdach genannt wird.
Das Impingement-Syndrom entsteht unter diesem Schulterdach. Laut Definition wird es an diesem Ort zu eng aufgrund knöcherner Auswüchse, gereizten Sehnen oder Ähnlichem.
Schulteransicht vorne und hinten, mit Beschriftungen: Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis, Teres minor.
In der Fachwelt wird dieser Begriff seit Jahren intensiv diskutiert. Die Definition des Impingement-Syndroms wurde von einem einflussreichen Orthopäden namens Charles Neer bereits 1972 festgelegt. In der Folgezeit bis in das heutige Jahr wurden millionenfach Operationen durchgeführt, in denen die strukturellen Veränderungen entfernt worden sind. Also die Veränderungen, welche diese Schulterenge bewirkt haben.
Seit 1972 hat sich einiges verändert!
Auch wenn die Definition von damals weiterhin in Gebrauch ist, möchten wir dir in diesem Artikel einen aktuelleren Blick auf dieses Beschwerdebild geben. Denn du verdienst das aktuelle und tiefergehende Wissen, um deine Beschwerden bestmöglich zu lindern.
Ursachen

Woher kommen die Schmerzen wirklich?

Lange Zeit galt: Die strukturellen Veränderungen am Knochen drücken auf die Sehnen – und das verursacht Schmerzen. Das bedeutet, dass sich unter dem Schulterdach neuer Knochen bildet oder sich der darunterliegende Schleimbeutel verdickt, was zu der Enge in der Schulter führt.
Die Vorstellung, dass die Strukturen der Schulter wie in einem „Nussknacker“ eingeklemmt und beschädigt werden könnten, wirkt beängstigend für Patient*innen. Verständlicherweise sei dann der einzige Ausweg eine Operation, wie wir sie in der Definition kurz erwähnt haben.
Viele Menschen fragten sich aus diesem Grund "Was soll eine andere Therapie bringen, wenn da einfach zu wenig Platz ist?". Schließlich würde mehr Bewegung und vor allem Belastung die Schulter noch mehr reizen. Genau deshalb wollten Patient*innen mit allen Mitteln diesen angeblichen „Einklemmungsschmerz“ vermeiden.
Doch das war eine Fehlinterpretation von Ärzt*innen UND Patient*innen. Und damit ist jetzt Schluss!
Moderne Erkenntnisse malen ein ganz anderes Bild:
  • Menschen mit Schulterschmerzen haben nicht weniger Platz im Gelenk als gesunde Menschen.
  • Bis zu 40 % der beschwerdefreien Menschen zeigen in der Bildgebung dieselben "engen Verhältnisse".
  • Der Schmerz tritt meist zwischen 70° und 120° beim Anheben des Arms auf – obwohl dort nicht der engste Punkt bei Bewegung im Schultergelenk ist. Der engste Punkt bei Bewegung liegt nämlich zwischen 40° bis 70°.
  • Studien zeigen: Die Entfernung von Knochen und Schleimbeutel durch eine Operation ist nicht besser als eine Schein-Operation.
Warum tut es nun weh?
Ein großer Einflussfaktor sind die Sehnen der Muskeln von der Rotatorenmanschette (siehe Abbildung oben). Die Sehnen sind empfindlich und wenig belastbar - oder anders gesagt: "aus der Form geraten".
Dadurch verändern die Sehnen ihre Struktur und ihre Festigkeit. Wiederum führt diese Veränderung zu einem Anschwellen der Sehnen. Und jetzt kommt's: Weil die Sehnen anschwellen, wird es enger in der Schulter.
Trotzdem steht die Enge keine große Rolle. Sondern wenn du eine gereizte Sehne zu stark bewegst oder sie gedrückt wird, dann reagiert dein Körper mit Schmerzen. Als reiner Schutzmechanismus - bevor etwas kaputt geht.
Wie auch andere Gelenkschmerzen bestehen noch weitere Einflussfaktoren wie z.B. deine Schlafqualität, deine generelle Gesundheit oder aktuelle Stressbelastung.
Durch unsere therapeutische Diagnostik finden wir gemeinsam genau heraus, wo die wahren Ursachen für deine Schmerzen liegen. Mit diesem Wissen können wir direkt ansetzen und spürbare Linderung schaffen.
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Symptome

So fühlt sich ein Impingement-Syndrom an

Das Hauptsymptom des Impingement-Syndroms ist soweit klar. Es tut weh, wenn man seinen Arm seitlich anhebt, so zwischen 70° und 120°. Über 120° sind viele Patient*innen tatsächlich schmerzfrei. Hinzu kommen weitere Symptome wie:
  • Das Anheben der Hand auf oder hinter den Kopf ist schwerer und teils nur mit Schmerz möglich
  • Die Hand in den Rücken zu legen ist erschwert - als wenn man sich eine Schürze umlegt oder bei Frauen den BH zu machen
  • Der Arm fühlt sich manchmal irgendwie fremd an
  • Schweregefühl im Arm
  • Kraftverlust im Arm
  • oder Ähnliches
Oft berichten Patient*innen, dass der Schmerz nachts oder beim Liegen auf der betroffenen Seite schlimmer wird. Die Beweglichkeit ist oft eingeschränkt, ohne dass ein klarer struktureller Schaden vorliegt.
Dauer

Heilungsdauer: Was ist realistisch?

Je nach Schweregrad ist in vielen Fällen eine deutliche Besserung innerhalb von 3 Monaten möglich. In Einzelfällen können die Beschwerden auch 6 bis 12 Monate andauern. Entscheidend sind:
  • Konsequenz und Disziplin während der Therapie
  • Lebensstilfaktoren wie Stress, Schlaf oder Aktivität
  • Schwere der Problematik
Ein Mann sitzt an einem Trainingsgerät, während ein Trainer hockt und ihm ein Tablet zeigt.
Behandlung

Therapie statt OP - der Weg zur Besserung

Bei einem Impingement-Syndrom wird eine patientenorientierte Herangehensweise empfohlen. Das bedeutet für dich:
1
Wissen erlangen
Die Wissensvermittlung für Patienten ist eine wichtige Komponente in der Bewältigung von Schmerzen.
2
Bewusstsein schaffen
Förderung der eigenen Gesundheitskompetenz, sodass du richtige Erwartungen an die Behandlung hast.
3
Selbstbestimmung fördern
Weitere Aufklärung im Behandlungsverlauf, um dich in den Entscheidungsprozess einzubinden und zu stärken, dass du einen Großteil selbst in der Hand hast.
Der Behandlungsplan wird konkret in sieben Schritten aufgebaut, um dich zur Schmerzfreiheit zu führen.
1. Erstellung eines angepassten Trainingsprogramms
Dazu gehören: Intensität, Verhalten bei Schmerzen, Häufigkeit, Dauer des Trainingsprogramms
2. Beratung hinsichtlich deines Alltags.
Modifizieren von Alltagsaktivität, Ruhe und zu lernen, innerhalb von Schmerzgrenzen zu arbeiten.
3. Anleitung zu den Themen Körperhaltung, Ergonomie für eine optimale Belastung der Schulter.
Das hilft dabei, Symptome zu lindern und die Muskelkraft zu erhalten.
4. Beibringen des Schmerz‒Selbstmanagements.
Verwendung von Schmerzmedikamenten, Hitze/Kälte oder Tape.
5. Informationsweitergabe rund um die Diagnose.
Dazu dient dieser Blog-Artikel.
6. Verhaltensansätze erarbeiten.
Ziele setzen, Stärkung deiner Selbstwirksamkeit, Selbstmanagement und Beruhigung.
7. Generelle Aufklärung über die Entstehung und Zusammenhänge von Schmerzen.
Diese findest du neben diesen Videos in unseren Reports und Ratgebern. Diese kannst du dir kostenlos herunterladen oder du sicherst dir dein Exemplar bei uns vor Ort.
Zusammenfassung
Hauptfokus auf einem Trainingsprogramm über mindestens 12 Wochen bis hin zu 1 Jahr. Am besten dauerhaft für das Erreichen von Langzeiteffekten.
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Manuelle Therapie sinnvoll oder überbewertet?

Manuelle Therapie kann in einigen Fällen hilfreich sein. Allerdings ist sie nicht notwendig, um Schulterschmerzen zu beheben. Studien zeigen: Der nachhaltige Erfolg liegt in der aktiven Therapie – Bewegung, Kräftigung, Verständnis.
Sprich mit deinem Therapeuten, ob manuelle Techniken punktuell Sinn machen. Sie sollten jedoch nicht im Mittelpunkt stehen.

Operation: letzte Rettung oder unnötiges Risiko?

Die sogenannte subakromiale Dekompression – also eine Operation zur Erweiterung des Gelenkspalts – ist laut Studien nicht wirksamer als eine Schein-Operation. Sie sollte nur als letzte Option in Betracht gezogen werden, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind.
Operationen belasten den Körper zusätzlich und bergen Risiken. Eine strukturierte Rehatherapie ist in der Regel deutlich sinnvoller.
Ein Physiotherapeut hilft einem Mann in einem Fitnessraum bei einer Schulterübung mit einem Kabelzug.
Nährstoffe

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Mythen

Die häufigsten Missverständnisse bei Schulterschmerzen

Viele Annahmen über Schulterschmerzen halten sich hartnäckig – obwohl sie längst widerlegt sind. In diesem Abschnitt klären wir auf, welche Mythen du getrost vergessen kannst – und was stattdessen wirklich zählt.
Die vorgebeugte Körperhaltung verursachte eine eingeschränkte Über-Kopf-Beweglichkeit und ist verantwortlich für die Schulterschmerzen.
Eine eingeschränkte Beweglichkeit ist NICHT ursächlich für Schmerzen. Es gibt viele Menschen mit schlechter Beweglichkeit OHNE jegliche Schmerzen.
Die Schultern müssen auf der gleichen Höhe stehen.
Menschen sind schief von oben bis unten. Deformitäten und Seitenabweichungen sind beim Menschen völlig normal.
Sehnen sollen für die Heilung geschont werden.
Schonung führt zu einer Verstärkung der schlechten Belastbarkeit. Ein gezieltes Training hilft, die Belastbarkeit wieder zu steigern und die Sehne zu schützen.
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Zusammenfassung

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Schulterschmerzen betreffen viele Menschen und werden häufig missverstanden. Entgegen früherer Annahmen liegt die Ursache nicht zwangsläufig in einer strukturellen Enge im Gelenk, sondern oft in einer überempfindlichen Sehne. Operationen bringen laut Studien keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber konservativen Maßnahmen. Stattdessen ist eine aktive, verständnisorientierte Therapie der Schlüssel zur Besserung. Mit einem individuellen Trainingsplan, fundierter Aufklärung und alltagsnaher Unterstützung begleiten wir dich bei LANDphysio Schritt für Schritt auf dem Weg zur Schmerzfreiheit.

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Quellenangaben

1. Lewis (2011): Subacromial impingement syndrome: a musculoskeletal condition or a clinical illusion? (Physical Therapy Reviews)
Belegt im Artikel: Die Diskussion rund um den veralteten Begriff von 1972. Die Arbeit zeigt auf, dass der Schmerz selten durch echtes mechanisches "Einklemmen", sondern durch überlastete Sehnen und Gewebsveränderungen (Tendinopathie) entsteht. Referenz & Link: Lewis, J. S. (2011). Physical Therapy Reviews. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22020600/
2. Diercks et al. (2014): Guideline for diagnosis and treatment of subacromial pain syndrome. (Acta Orthopaedica)
Belegt im Artikel: Die offizielle Leitlinie, die einen Wechsel vom Begriff "Impingement" zum "Subakromialen Schmerzsyndrom" fordert und konservatives Training über mindestens 12 Wochen als absolute Basis-Therapie ansetzt. Referenz & Link: Diercks, R., et al. (2014). Acta Orthopaedica. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24558090/
3. Girish et al. (2011): Ultrasound of the shoulder: asymptomatic findings in men. (American Journal of Roentgenology)
Belegt im Artikel: Den Nachweis, dass Strukturveränderungen wie verdickte Schleimbeutel, Knochenauswüchse und sogar Sehnenrisse bei einem Großteil völlig gesunder und schmerzfreier Menschen vorkommen und oft nicht der Grund für den Schmerz sind. Referenz & Link: Girish, G., et al. (2011). American Journal of Roentgenology. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21940504/
4. Barreto et al. (2019): Bilateral magnetic resonance imaging findings in individuals with unilateral shoulder pain. (Journal of Shoulder and Elbow Surgery)
Belegt im Artikel: Dass MRT-Bilder oft in die Irre führen. Patienten mit einseitigen Schulterschmerzen zeigen auf der gesunden Schulter nahezu identische "enge Verhältnisse" und Verschleißerscheinungen wie auf der schmerzhaften Seite. Referenz & Link: Barreto, R. P. G., et al. (2019). Journal of Shoulder and Elbow Surgery. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31349833/
5. Beard et al. (2018): Arthroscopic subacromial decompression for subacromial shoulder pain (CSAW): a multicentre, pragmatic, placebo-controlled trial. (The Lancet)
Belegt im Artikel: Die bahnbrechende CSAW-Studie, die beweist, dass eine Schulter-OP (Entfernung von Knochen/Schleimbeutel zur "Platzerweiterung") nicht wirksamer ist als eine reine Schein-Operation (Placebo). Referenz & Link: Beard, D. J., et al. (2018). The Lancet. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29169668/
6. Vandvik et al. (2019): Subacromial decompression surgery for adults with shoulder pain: a clinical practice guideline. (BMJ)
Belegt im Artikel: Die starke klinische Empfehlung des British Medical Journal gegen die Durchführung von Impingement-Operationen, da die Risiken den nicht-vorhandenen Nutzen übersteigen. Referenz & Link: Vandvik, P. O., et al. (2019). BMJ. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30728120/
7. Ratcliffe et al. (2014): Is there a relationship between subacromial impingement syndrome and scapular orientation? A systematic review. (British Journal of Sports Medicine)
Belegt im Artikel: Den Mythos, dass eine vorgebeugte Haltung ("krummer Rücken") oder abstehende Schulterblätter die Ursache für das Impingement-Syndrom sind. Die Wissenschaft findet hierfür keine eindeutigen Belege. Referenz & Link: Ratcliffe, E., et al. (2014). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24373675/
8. Lewis et al. (2015): Is targeted posture modification effective for shoulder pain? (Physiotherapy)
Belegt im Artikel: Dass Schultern nicht zwingend auf einer Linie stehen müssen (Asymmetrie ist normal) und eine krampfhafte Haltungskorrektur den Schmerz oft nicht lindert. Referenz & Link: Lewis, J. S., et al. (2015). Physiotherapy. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25562723/
9. Holmgren et al. (2012): Effect of specific exercise strategy on need for surgery in patients with subacromial impingement syndrome. (BMJ)
Belegt im Artikel: Dass ein gezieltes, 12-wöchiges Kraft- und Belastungstraining der Rotatorenmanschette die Notwendigkeit einer Operation massiv senkt und die Funktion der Schulter effektiv wiederherstellt. Referenz & Link: Holmgren, T., et al. (2012). BMJ. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22343966/
10. Khan & Scott (2009): Mechanotherapy: how physical therapists' prescription of exercise promotes tissue repair. (British Journal of Sports Medicine)
Belegt im Artikel: Die physiologische Erklärung, warum Schonung den Sehnen schadet ("Sehnen müssen belastet werden, um zu heilen") und aktive Bewegung die Gewebestruktur repariert. Referenz & Link: Khan, K. M., & Scott, A. (2009). British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19244270/
11. Pieters et al. (2020): An update of systematic reviews examining the effectiveness of conservative physical therapy interventions for subacromial shoulder pain. (JOSPT)
Belegt im Artikel: Dass Manuelle Therapie allein unzureichend ist und höchstens als ergänzende Maßnahme (Bonus) zur aktiven Bewegungstherapie eingesetzt werden sollte. Referenz & Link: Pieters, L., et al. (2020). Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31924505/
12. Chester et al. (2018): Predicting response to physiotherapy treatment for musculoskeletal shoulder pain. (BMJ Open)
Belegt im Artikel: Dass psychosoziale Faktoren wie Schlafqualität, Stressbelastung und das eigene Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Schmerz (Selbstwirksamkeit) den Heilungserfolg massgeblich mitbestimmen. Referenz & Link: Chester, R., et al. (2018). BMJ Open. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28363821/