Eine Gefahr für Jeden: Altersbedingter Muskelschwund (Sarkopenie)

In Folge des Muskelschwundes kann es zur Abnahme der motorischen Fähigkeiten kommen in Kombination mit Stürzen im höheren Alter.
Wer bis ins hohe Alter aktiv bleibt, kann diese Erkrankung proaktiv verhindern.
Ein Physiotherapeut hilft einem �älteren Mann beim Beintraining an einem Fitnessgerät mit der Aufschrift "TOWELL+".
Minimalistischer, weißer Hintergrund mit subtilen diagonalen grauen Linien und Schatten.

Andreas erklärt's Dir!

Die Entstehung der Sarkopenie hat verschiedene Hintergründe. Vollständig geklärt sind diese noch nicht. Es werden jedoch folgende Ursachen vermutet:
  • hormonelle Faktoren
  • genetische Einflüsse
  • körperliche Inaktivität (eine der Hauptursachen!)
  • abnehmender Aufbau von Muskeleiweiß im Körper
  • veränderte Ernährung im Alter (weniger Eiweiß, zu wenig Kalorien)
Entzündungsprozesse scheinen keine relevante Rolle zu spielen.

Natürliche Entwicklung der Sarkopenie

Im Kindes- und Jugendalter entwickeln sich die Muskeln und die Muskelkraft in Abhängigkeit von: Aktivitätslevel, Ernährung, Hormonstatus und eventueller genetischer Einflüsse.
Ab dem 25. Lebensjahr beginnt der Abbau der Muskulatur und der Leistungsfähigkeit, wenn körperliche Inaktivität der Mittelpunkt des eigenen Alltags ist.
Ab dem 40. Lebensjahr drohen möglicherweise erste Besuche bei Ärzt*innen und Therapeut*innen aufgrund Bewegungseinschränkungen oder einsetzenden Schmerzen.
Im Rentenalter kann es zum Verlust der Entscheidungsfreiheit kommen, was Bewegung im Alltag sowie auch geistige Anstrengung betrifft.
Diagramm "Muskeln als Motor der Lebensqualität" zeigt Muskelkraft sinkt mit dem Alter, ab 25 Jahren 1-15% Verlust.

Der Einfluss von Muskeltraining

Mit einem gezielten Muskel- und Krafttraining kann den Auswirkungen der Sarkopenie entgegengewirkt werden.
Sicher lässt sich der Verlust von Muskelmasse und -kraft nicht zu 100% vermeiden, doch ein lebenslanges Training kann einen entscheidenden Unterschied im höheren Alter liefern.
  • Frei bewegen statt Rollator oder gar Rollstuhl
  • Mobil sein statt bettlägerig
  • Treppe statt Treppenlift oder Gehhilfen
  • Einkäufe erledigen statt Lieferdienste
  • Körperhygiene statt Pflegedienst
  • Hobbies, Enkel etc. statt Trauerspiel auf der Couch
  • Freiheit statt Isolation und Gefängnis
Diagramm "Training kann dein Leben verändern": Muskelmasse/Kraftkurven mit und ohne Training über Lebensalter.
Es sind die Dinge, die uns auch im hohen Alter berühren. Für die es sich lohnt, jetzt aktiv zu werden und Jahrzente später den Hauptgewinn zu kassieren - nämlich Lebensqualität.
Wie es so schön heißt "Jeder will alt werden, doch keiner will es sein.". Das muss nicht für dich gelten. Du hast die Chance, durch ein gezieltes Krafttrainnig und einen gesundheitsorientierten Lebensstil, auch im hohen Alter das Leben genießen zu können. Das macht den Unterschied zwischen Lebenszeit und Leidenszeit.